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Sektor Privater Transport

Formationsaustausch bei Euro-Contrôle – Route

Zollbeamte aus zehn Mitgliedstaaten der EU trafen sich vom 15. bis zum 20. Oktober 2006 im Petinger Hotel Treeland, um eine gemeinsame Aus- und Weiterbildung als Kontrolleure im Straßenverkehr sowie im Bereich der Personen- und Gütertransportunternehmen zu genießen.

Die Luxemburger Zollverwaltung wurde nach dem Abbau der Grenzen innerhalb Europa im Jahre 1993 zu einem Kontrollorgan im Bereich des Straßenverkehrs sowie der Personen- und Gütertransportunternehmen.

Die Zollverwaltung zählt zurzeit 460 aktive Beamte, wovon etwa 100 in elf mobile Brigaden und eine Motorradbrigade (seit Juni 2003) aufgeteilt sind. Etwa 50 Zollbeamte sind für verschiedene Kontrollaufgaben im Straßentransport  zuständig, von denen 20 auf Strassen- und Betriebskontrollen spezialisiert sind. Des Weiteren erfüllen 5 Beamte die Funktion des Gutachters, des Koordinators oder des Kontrolleurs im Landverkehr.

Die „Euro-Contrôle-Route“ (ECR) wurde 1994 als Kontrollgemeinschaft von den Benelux-Staaten gegründet. Frankreich gesellte sich 1997 hinzu. Mit der Aufnahme von sechs zusätzlichen Ländern (Deutschland und Irland 2001, Grossbritanien und Spanien 2002, Österreich und Polen 2004) zählt die ECR heute zehn Mitglieder.  Diesem Gremium gehören die Vertreter Rumäniens (2005) und Bulgariens (2006) als aktive Beobachter an, passiv diejenigen aus Litauen, Ungarn und Slowenien.

Die gemeinsame theoretische Ausbildung handelte über die Anwendung der verschiedenen Kontrollgeräte im Straßenverkehr. Das Hauptaugenmerk lag auf der Anwendung des digitalen Tachografen. Praktische Kontrollen wurden dienstags an der französisch-luxemburgischen Grenze in Düdelingen durchgeführt. Am Mittwoch verrichteten die Zollbeamten der ECR an der belgisch-luxemburgischen Grenze ihre Arbeit. Hier war auch der in Luxemburg gebaute Prototyp einer technischen Kontrollstation in Betrieb. Funktionsfähig aufgebaut vor Ort binnen 20 bis 30 Minuten, kann diese Station einen beladenen LKW bis zu einem Meter hoch heben, um auch schwer zugängliche Fahrzeuge von unten her zu kontrollieren. Man konnte in den Gesichtern derjenigen Fahrer, deren LKW auf den Prüfstand gefahren wurde, großes Erstaunen feststellen.

Auf der anschließenden Pressekonferenz der Zollverwaltung konnte Guy Loesch, leitender Beamte der Luxemburger Zollverwaltung berichten, dass in Düdelingen neun von 22 kontrollierten Fahrzeugen numerische Tachografen vorwiesen, in Steinfort/Sterpenich waren zwei von 14 kontrollierten Fahrzeugen mit numerischem Tachografen ausgerüstet. An den beiden Grenzkontrollpunkten wurden insgesamt Vergehen in Höhe von etwa 11.000,- EURO festgestellt.

Der Projektleiter der Luxemburger Zollverwaltung, José Piscitelli zeichnete Sinn und Zweck einer solchen Formationswoche auf. Hier werden Informationen zwischen den Ländern ausgetauscht. Erfahrenswerte werden diskutiert und tragen dazu bei, dass eine Harmonisierung in punkto Straßenkontrollen Europaweit entsteht. Ziel der Ausbildung sei, die jeweiligen nationalen und europäischen Gesetzgebungen besser kennen zu lernen, die Zusammenarbeit zwischen den Zollverwaltungen zu verbessern und auszubauen, die Kontrollen aufeinander abzustimmen sowie Sprachprobleme abzubauen.

Zum Abschluss wurde am Freitag die Notwendigkeit, diesen wichtigen Austausch bei Strassen- und Betriebskontrollen zu organisieren, diskutiert und Bilanz über den Verlauf der Kontrollen und der theoretischen Formation gezogen.

Raymond Weicker

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