Nicolas Schillinger wurde 80
In ihrer letzten Sitzung am 26. Oktober konnte Unterzeichneter in seiner Eigenschaft als Präsident des Sektors immerhin 17 (von 23 möglichen) Vorstandsmitglieder begrüßen.Dem langjährigen Vorstandsmitglied Nicolas Schillinger überbrachte er i.A. des Gesamtvorstandes die besten Glückwünsche zu seinem 80. Geburtstag und bedankte sich für die nette Einladung zum gemeinsamen Mittagessen. Dem erneut hospitalisierten Vorstandsmitglied Edmond Esch wünschte er eine baldige Genesung!
Mitteilungen durch den Sektor-Präsidenten
Wie immer berichtete Unterzeichneter ausführlich über die wichtigsten im Laufe der Monate September und Oktober innerhalb und außerhalb des Landesverbandes behandelten Probleme und Ereignisse. Hiernach die wichtigsten:
Familienfest am Sonntag, den 27. September
Aus Anlass des 100-jährigen Geburtstages des Landesverbandes hatte die Verbandsleitung zusammen mit dem Vorstand der FNCTTFEL-Vereinigung Luxemburg resp. der „Coopérative des Cheminots“ die Verbandsmitglieder mit ihren Familienangehörigen zu einem geselligen Familienfest eingeladen. Bei herrlichem Wetter und in musikalischer Begleitung der „Harmonie Michel Hack“ (Verbandsmusek) war es ein gelungenes Fest, das allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben wird.
Verbandsrat vom 28. September
Unter der Leitung von Verbandspräsident Guy Greivelding (trotz seiner schlimmen am Vortage erlittenen Verletzungen an der rechten Hand) behandelte der Verbandsrat das entscheidende Gremium zwischen zwei Kongressen - eine 10 Punkten begreifende Tagesordnung mit Schwerpunkt auf die aktuelle politische, wirtschaftliche und soziale Lage. Hierzu verabschiedete der Verbandsrat gleich 3 Positionspapiere (siehe Le Signal vom 9. Oktober) mit den Titeln:
1) Eine offensive öffentliche Transportpolitik
2) Gute öffentliche Dienstleistungen in öffentlicher Hand; Eine kontinuierliche Gehälterpolitik im öffentlichen Sektor
3) Sozialleistungen erhalten und ausbauen.
Des Weiteren beschloss er:
1) die Kompetenzaufteilung innerhalb der Verbandsleitung
2) eine verbesserte Entschädigungsregelung für Verbandsmandatäre in beorderter Mission
3) die Einsetzung einer Statutenkommission unter der Leitung von Nico Wennmacher
4) die Abrechnung der Instandsetzungsarbeiten im Festsaal
5) die Ermächtigung an die Verbandsleitung, einen Finanzierungsplan für die 2. Phase der Instandsetzungsarbeiten in und am Gebäude des Casino Syndical erstellen zu lassen.
Herbstausflug am 01. Oktober nach Bingen am Rhein
Sektor-Kassierer und beauftragter Reiseleiter Marcel Arendt berichtete, dass 48 Mitglieder des Sektors Pensionierte und Witwen bei freundlichem Wetter eine wunderschöne Schifffahrt auf dem Rhein von Bingen bis Sankt Goar sowie die Besichtigung des idyllischen Weinortes Bernkastel an der Mosel erleben konnten.
Auch legte er in schriftlicher Form die Abrechnungen über die beiden diesjährigen Ausflüge vor, wonach sowohl letzterer Ausflug wie auch der Sommerausflug vom 15. – 20. Juni nach Lindau am Bodensee kostendeckend abgeschlossen werden konnten und die Sektorkasse nicht belastetet wurde.
Seniorenveranstaltung der TRANSNET am 06. Oktober in Trier
Sektor-Sekretär René Bleser war bei dieser Veranstaltung als Festredner aufgetreten. Nach seinen Aussagen war die Veranstaltung mit über 100 Teilnehmern ein Erfolg. Er plädierte für die Pflege weiterer Kontakte mit dieser Gruppe.
Antrittsbesuche bei den politisch Verantwortlichen
Eine Delegation der Verbandsleitung, jeweils unter der Führung von Verbandspräsident Guy Greivelding, traf
- am 9. Oktober den neuen Arbeitsminister Nicolas Schmit. Dieser Antrittsbesuch stand ganz im Zeichen der augenblicklichen Finanz- und Wirtschaftskrise, wobei die Jugendarbeitslosigkeit ein Hauptanliegen war. Klar zum Ausdruck kam, dass der Landesverband sich konsequent gegen eine Sozialpolitik nach dem Gieskannenprinzip und gegen eine Beschäftigungspolitik, welche die Arbeitsplätze den Profitinteressen opfert, stellen wird.
- am 12. Oktober den neuen Minister „für nachhaltige Entwicklung“ (der u.a. auch zuständig für Umwelt und Transport ist) zu einem Antrittsbesuch, wobei primär die unter Transportminister Lucien Lux eingeläutete Verkehrs- und Investitionspolitik im öffentlichen Transport (Eisenbahn und Tram) vertieft behandelt wurde.
- am 23. Oktober die LSAP-Fraktion. Fraktionspräsident Lucien Lux und die Abgeordneten Marc Angel und Roger Negri hörten sich die Vorstellungen des FNCTTFEL-Landesverband an für eine offensive öffentliche Transportpolitik, für gute öffentliche Dienstleistungen in öffentlicher Hand, für eine kontinuierliche Gehälterpolitik im öffentlichen Sektor und für den Erhalten und Ausbau der staatlichen Sozialleistungen.
Gegen die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen
Am 13. Oktober manifestierten die Beschäftigten der hauptstädtischen Strom- und Gaswerke, massiv unterstützt von 100.ten von Arbeitskollegen und Sympathisanten, vor der Abgeordnetenkammer, einmal mehr, gegen die geplante Privatisierung der kommunalen Energienetze (Gas und Elektrizität) und gegen die sich daraus ergebende Auslagerung von Kommunalbeamten an eine Privatfirma, lies an die neugegründeten privatrechtlichen Gesellschaften „enovos“ (Kauf, Produktion und Verkauf) und deren Tochter „creos“ (Leitungsnetz). Die Aktiengesellschaft „enovos“ ist hervorgegangen aus einer Fusion von Cegedel, Soteg und Saar-Ferngas mit einer staatlichen Beteiligung von 39 %.
Die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen und die Auslagerung von beamtetem Personal an privatrechtliche Gesellschaften sind der Anfang vom Ende aller öffentlichen, gesicherten und preisgünstigen Dienstleistungsangebote an die Bürger und Bürgerinnen. Deshalb forderten die Vertreter der Gewerkschaften FGFC, FNCTTFEL-Landesverband, NVGL, LCGB und OGB°L von den Abgeordneten, das ominöse Gesetzesprojekt Nr. 5846 von der Tagesordnung abzusetzen, was sie aber nicht taten.
Daraufhin kam es am darauffolgenden Tag, am 14. Oktober, zu einem Warnstreik in den Elektrizitäts- und Gaswerken der Stadt Luxemburg. Kurz nach 8 Uhr hatten sich an die 120 Gemeindebediensteten in Hollerich versammelt, um in einem Demonstrationszug bis vor den Großherzoglichen Palast zu ziehen. Unterwegs und vor Ort bemühten sich die Demonstranten, die Passanten auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Trotz dieser gewerkschaftlichen Kampfmassnahmen stimmten noch am selben Abend 54 Abgeordnete (gegen 5) für das Gesetz, das die Bedingungen, unter denen die Gemeinden ihr Personal an ein Privatunternehmen im Bereich Strom und Gas auslagern können, festlegt. In diesem Gesetz wurde verankert, dass die so „ausgelagerten“ Beamten ihre angestammten Rechte im öffentlichen Dienst behalten.
Pensioniertenfeier am 18. Oktober
In puncto Teilnehmeranzahl war die Feier eine Riesenpleite. Die Vorbereitungsarbeiten der Vorstandsmitglieder René Bleser und Raymond Stein wurden schlecht honoriert. Dagegen war das Unterhaltungsprogramm erstklassig. Mehrere Solisten und eine Solistin sowie die Männerchöre: Chorale Albert Bousser (Landesverband), Chorale Cessange, Chorale Ste Cécile Neudorf-Weimershof, Société de Chant Caecilia Merl-Belair und Société Chorale Alzingen, trugen unter der Stabführung von Frau Josée Faltz-Wilmes bestbekannte Luxemburger Melodien vor. Ebenso trug das vom Metzgermeister Robert Kosch aus der Coopérative des Cheminots (Bonneweg) angerichtete kalte Buffet zum geselligen Gelingen der Feier bei.
Nächste Vorstandssitzung
Am Montag, den 07. Dezember um 10 Uhr.
der Sektor-Präsident,
Josy Konz



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