Stop Privatiséierung - Manifestatioun Dënschdeg, 13. Oktober
Werte Kollegin, Werter Kollege,Die unterzeichneten Gewerkschaften möchten Dich eindringlich bitten an ihrer Manifestation am Dienstag, den 13. Oktober 2009 um 17.00 Uhr vor der Abgeordnetenkammer teilzunehmen.
Es geht ganz konkret darum die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen und die Auslagerung von Gemeindepersonal an privatrechtliche Gesellschaften zu verhindern.
Die Regierung beabsichtigt, das Gesetzesprojekt zur Auslagerung von Gemeindepersonal an privatrechtliche Gesellschaften im Energiebereich – das vor den Wahlen unter dem Druck des Personals und der Gewerkschaften zurückgezogen wurde – jetzt wieder auf die Tagesordnung der Abgeordnetenkammer zu setzen.
Mit diesem Gesetz soll es ermöglicht werden, dass die Gemeinden Luxemburg und Esch-Alzette ihre Energienetze privatisieren, obschon klar ist, dass diese Gemeinden ihre Netze nicht nur selber mit eigenem Personal verwalten und instandhalten dürfen und können, sondern auch dass kommunale Selbstverwaltung im Interesse der Bürger und deren Versorgungssicherheit sinnvoller und besser ist.
Würden die kommunalen Energienetze privatisiert, so wäre dies ein gefährlicher Präzedenzfall für zahlreiche andere kommunale Dienstleistungen, welche riskieren anschließend auch privatisiert zu werden.
Deshalb betrifft dieses Gesetzesprojekt und die geplante Privatisierung der Energienetze das gesamte Gemeindepersonal, unabhängig vom Statut und dem Dienstleistungsbereich in dem Mann oder Frau arbeitet.
• Durch die massive Auslagerung von Gemeindebeamten wird unser Statut untergraben, da in diesem Bereich keine neuen Beamten mehr eingestellt würden. Wir sind der Meinung, dass auch die kommenden Generationen Anrecht auf einen gesicherten und ordentlichen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst haben.
• Durch die Auslagerung von Gemeindepersonal und die entsprechende Kürzung der “cadres théoriques“ wird die Entwicklung der Gehälter in den betroffenen Laufbahnen abgebremst. Dies bedeutet konkrete Gehaltskürzungen und Verschlechterungen in der Laufbahnentwicklung für jeden, auch für diejenigen deren Betriebe nicht ausgelagert werden.
• Durch die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen kommt es in diesen Bereichen zur Verschlechterung des Dienstes am Bürger. Wir alle mussten zwischenzeitlich bitter erfahren, dass private Unternehmen, besonders wenn es sich um Monopole handelt, nur auf den zu erwartenden Profit aus sind. Was aus uns Bürgern wird ist zweitrangig, ja wir dürfen am langen Ende auch noch die Zeche zahlen.
Es gibt viele Gründe, warum wir die Privatisierung öffentlicher kommunaler Dienstleistungen sowie die Auslagerung von Gemeindepersonal an privatrechtliche Gesellschaften ablehnen müssen.
Um dies deutlich zu machen, kommt es auf uns alle an. Zeigen wir Solidarität und Geschlossenheit und manifestieren gemeinsam, mit Arbeitskollegen und Familie, am kommenden Dienstag, 13. Oktober um 17.00 Uhr vor der Abgeordnetenkammer. Erscheint zahlreich, damit unser Einsatz Erfolg hat!
Die Gewerkschaften FGFC, FNCTTFEL-Landesverband, LCGB, NVGL und OGBL, unterstützt von den Personaldelegationen





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