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Sektor Öffentlicher Dienst

Neuer Busbahnhof in Esch-Alzette: Das Chaos ist vorprogrammiert!

Am 2. November soll in Esch der neue Busbahnhof dem Verkehr übergeben werden. Nachdem die Planungsphase für diesen Neubau rund ein Vierteljahrhundert dauerte und die organisatorischen Details des Projektes unter völligem Ausschluss der Betroffenen beschlossen wurde, werden nun kurz bevor der Vorhang aufgeht einige handfeste Mängel offensichtlich. Dem Verkehrsnadelöhr, Norbert Metz Platz – Esch/Gare - Bd. Kennedy droht eine erneute drastische Belastung!

Das Grundproblem besteht in der räumlichen Beschränktheit dieses Verkehrsknotenpunktes, den sich 3 Busbetreiber (TICE, CFL und private RGTR Linien) und nun auch noch private Taxiunternehmer teilen müssen. Um es auf den Punkt zu bringen: Die zur Verfügung stehende Fläche hätte viel rationaler genutzt werden können. Die jetzige Aufteilung  trägt dem Ausbau zum Viertelstundenfahrtakt des TICE leider keine Rechnung. Konkret bedeutet dies mehr Umlauf und gesteigerter Bedarf an genügend Warteplätze! Seitdem der Neubau beschlossen wurde hat der TICE 4 weitere Linien hinzu bekommen.

Schon zu Beginn sind die Haltestellen auf der anderen Straßenseite, vor der „Maison du Peuple“ als Bus Parkplätze unabdingbar um einen funktionierenden Fahrbetrieb aufrecht zu erhalten. Der Rangierdienst alleine, erfordert einen Angestellten um die hundert Meter entfernt abgestellten Busse jeweils in die Abfahrtsposition des Bahnhofes zu fahren. Der Platz reicht also schon bei der Inbetriebnahme nicht aus, wie soll es in 10 oder 15 Jahren aussehen, wenn es mit dem Verkehrsaufkommen so weiter geht? 

Der absolute Hammer aber ist der Beschluss, dass auf dem ohnehin zu engen Raum, auch noch Warteplätze für eine Handvoll Taxis geschaffen wurden. Damit ist es wohl unweigerlich dass unsere Busse des Öfteren in der Verkehrsstrasse, auf frei werdende Plätze im Bahnhof warten müssen. Jeder Mensch mit praktischer Berufserfahrung im Busbetrieb weiß dass diese Warteplätze unabdingbar sind um ein Chaos in einem solchen zentralen Knotenpunkt, wie es  ein Busbahnhof  eben nun einmal ist, zu verhindern. Die Taxen wären besser auf dem Gelände der „alten Busgare“ aufgehoben, gleich beim Ausgang des CFL Bahnhofes.

Ein weiteres Problem ist, dass für eine City-Buslinie überhaupt keine entsprechende Einbuchtung vorgesehen ist. Diese aus Schifflingen kommende und nach Belval fahrende L4 müsste laut Fahrplan ganze 3 Minuten die einspurige Hauptstrasse des Bd. Kennedy blockieren um die Abfahrtszeit korrekt zu tätigen! In den Pendlerzeiten sind damit Staus bis zur Lallingerkirche vorprogrammiert.

Die Liste mit konkreten Beanstandungen ist noch lang, erwähnt seien nur die Einstellung der Verkehrsampeln, die Verantwortlichkeit für Instandsetzung und Reparatur, die Zuständigkeit der öffentlichen Toiletten…etc. Abgesehen von der moderneren Architektur droht der Neue Busbahnhof zu einem realen Rückschritt zu werden und zur Verschlechterung der Verkehrssituation in Esch beizutragen. Das kann doch nicht im Sinne der Gemeindeverantwortlichen sein. Ein Dialog mit der Baukoordination, hat zu nichts geführt. Wir fordern die Gemeindeverantwortlichen auf, sich schnellsten mit den Betroffenen  Betreibern und ihren Repräsentanten zu beraten und gemeinsam nach Auswegen zu suchen. Die Zeit drängt.

Für den Vorstand der Sektion TICE des FNCTTFEL-Landesverbandes
Der Präsident, Romain Gros

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