Die unendliche Geschichte der WC’s beim AVL
Im September 2008 wurden die neuen Buslinien in der Stadt Luxemburg in Betrieb genommen. Der Landesverband hatte damals schon darauf hingewiesen, dass an den alten bzw. neuen Endhaltestellen Toiletten für die Fahrer/innen fehlen würden.
Uns wurde das Blaue vom Himmel versprochen; die WC’s würden schnellstmöglich installiert und in Betrieb genommen können.
Einige Randgemeinden nahmen sich der Sache sofort an und stellten Toiletten auf, auch wenn es anfängliche Startprobleme mit den Türöffnungsgeräten gab (Strassen). In der Gemeinde Bartringen konnte man schon von einer Luxustoilette sprechen, was die Innenausstattung.
Nur bei der Gemeinde Luxemburg wurden keine zusätzlichen Toiletten errichtet. Nach einem Jahr mit vielen Versprechungen und Vertröstungen ist die Lage trostlos...
In der Sitzung der Betriebsdelegation vom 29. September 2009, wurde den Personalvertretern von der Direktion mitgeteilt, dass der für die Toiletten zuständige Beamte im Moment keine Zeit hätte die Ausschreibung derselben vorzunehmen.
Hier einige Beispiele:
- an der Endhaltestelle Kirchberg „Parking Foire“ (Linie 18) steht immer noch ein stinkendes Dixi-Klo. Da dieses scheinbar vergessen wurde, hat sich die Natur während des Sommers daran gemacht, ihr Gebiet zurück zu erobern. Wegen der Treibhausatmosphäre gedieh die Hecke prächtig im Inneren des Klos. Von Entleeren und Saubermachen war keine Rede mehr.
- An der Endhaltestelle in Kockelscheuer befindet sich überhaupt keine Toilette, was die Fahrer dazu zwingt, „in die Pampa“ respektive gegen die Reifen zu pinkeln. An größere Geschäfte braucht man erst gar nicht zu denken... Fahrerinnen sind auch schon beim Bedarf kleiner Geschäfte schlecht dran! Mann und Frau könnte sich bis zur Eissporthalle (ca 300 m) begeben; hierbei läuft der Fahrer und die Fahrerin allerdings Gefahr, dass der Bus während seiner Abwesenheit aufgebrochen wird.
- Auf der Linie 3 in Bonnevoie „Lycée Technique“ das Gleiche – außer man fährt nach Howald/Waassertuerm, wo sich ein WC befindet (die Randgemeinden bringen in diesem Punkt das fertig, was in der Gemeinde Luxemburg unmöglich scheint!!)
- Linie 13 in Eich: Hier steht man samstags und sonntags sowie während den Sommerferien vor verschlossenen Türen.
- Auf der Linie 15 müssen die Fahrer immer noch (mit den Fahrgästen im Bus!) in den Betriebshof einfahren, um zur Toilette gehen zu können, wenn es mal dringend ist. Ein besonderer Dienst am Fahrgast, obwohl die meisten Kunden für die Notdurft des Fahrers Verständnis aufbringen.
- Die Toiletten beim Aufenthaltsraum im Centre Aldringen sehen ekelhaft aus. Obwohl hier alles für viel Geld renoviert wurde, werden diese Toiletten nie richtig gesäubert. Die weißen Wandfliesen sind gelblich verfärbt und der Fußboden sieht nicht besser aus. Würde dieser Raum gründlich gereinigt werden, er sähe wie neu aussehen. Aber leider fühlt sich hierfür anscheinend niemand zuständig. Die private Reinigungsfirma säubert nur so weit wie ihr Vertrag es vorsieht. Übrigens müssten auch die Abfalleimer, die im Essensraum stehen, an den Wochenenden entleert werden. Bereits am Sonntagmorgen quellen die Abfalleimer über. Plastiktüten werden dann über die vier Beine umgedrehter Stühle gestülpt, um dem Abfall vom Sonntag zu sammeln. Ein Luxusleben für Mäuse, die sich schon eingenistet hatten. Dies entspricht auf keinen Fall mehr den elementarsten hygienischen Bedingungen, die in einem Essensraum erfüllt werden müssten!
Es mag ja stimmen dass in Krisenzeiten gespart werden muss – aber bitte nicht auf diese Weise! Schließlich sind die Fahrer nicht, wie etwa die Angestellten in unserer Chefetage, nur wenige Schritte von einer sauberen Toilette entfernt, sondern müssen ihre Notdurft notgedrungen so lange einhalten, bis ein Klo erreicht ist. Unter diesen Bedingungen kann der Fahrer sich nicht mehr genug konzentrieren, und reagiert viel nervöser gegenüber den Kunden und anderen Verkehrsteilnehmern. Ganz zu schweigen davon, dass dieses dauernde Einhalten-Müssen über längere Zeit nicht gesundheitsfördernd ist. All dies soll sicherlich Frauen abschrecken, überhaupt als Fahrerin bei der Gemeinde Luxemburg anzutreten!
Die Fahrer haben es satt, dass nach so vielen Versprechungen und Vertröstungen immer noch keine Taten erfolgt sind.
Wir hoffen dass endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden, denn Verkehrsschöffe Fr. Bausch hatte das Wohl der Fahrer/innen zur Chefsache erklärt.
Wir werden die Sache im Auge behalten. Oder: Affaire à suivre…
De Knoutermann





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