Die Vorschläge der Kandidatinnen und Kandidaten des FNCTFFEL-Landesverbandes für die Staatsangestellten
Berufskammerwahlen 2010
Staatsangestellte sind keine Menschen zweiter Klasse!
Allzu oft werden die Angestellten beim Staat als Menschen 2. Klasse angesehen. In zahlreichen Verwaltungen gelten die Angestellten als minderwertig, genießen nicht dieselben Rechte wie die Beamten. Leider sind es oftmals die (korporatistischen) Gewerkschaften der Beamten selbst, die dazu beitragen! In den Schulen kämpften die Lehrbeauftragten – mit der alleinigen Unterstützung des FNCTTFEL-Landesverbandes – jahrelang um die Anerkennung ihrer Existenz und um elementare Rechte, wie Anerkennung ihrer Arbeit und Erfahrung, Dienstalter und Laufbahn …
Recht auf Respekt!
Angestellten muss der gleiche Respekt entgegengebracht werden, wie allen anderen Bediensteten. Dies in der
Schule, der Armee, der Polizeischule, ebenso wie in allen Verwaltungen.
Recht auf gleiche Laufbahn bei gleicher Arbeit!
Angestellte müssen – genau wie die Beamten – ihrer Ausbildung und Arbeit entsprechend bezahlt werden.
Die kommende Gehälterrevision soll diesem Anliegen Rechnung tragen.
Recht auf Funktionarisierung und Anerkennung der beruflichen Erfahrung!
Viele Angestellte verfügen über dieselbe Ausbildung wie ihre Beamtenkollegen/innen; ihre Situation soll durch eine Funktionarisierung geregelt werden. Andere Kollegen können auf eine langjährige Erfahrung (und oftmals Weiterbildungskurse) zurückgreifen. Durch eine Anerkennung ihrer Erfahrung und Kenntnisse („validation des acquis prodfessionnels“) soll ihnen ebenfalls die Funktionarisierung ermöglichen.
Recht auf Altersentlastung!
In allen Situationen, wo Beamten Anrecht haben auf eine Altersentlastung („décharge pour ancienneté“), sollen die Angestellten dasselbe Recht in Anspruch nehmen können. Dies betrifft auf jeden Fall die Lehrbeauftragten.
Aber auch in anderen Berufen muss den Angestellten im Alter derselbe erleichterte Dienst zugestanden werden, wie den Beamten.
Recht auf transparente Zuordnung zu den freien Posten!
Bei der Zuordnung der Angestellten zu den freien Posten fehlt es oft an Transparenz. Wir wollen klare Regeln, wo Qualifikation und Dienstalter berücksichtigt werden, um den Angestellten den freien Posten zuzuordnen. Dies betrifft auch die Lehrbeauftragten in der Grundschule, sowie im post-primären Unterricht.
Recht auf vereinfachten Dienststellenwechsel!
Die Angestellten sollen – genau wie die Beamten – ein Recht auf Dienststellenwechsel haben, und zwar ohne dass dies über eine Neueinstellung erfolgen muss!
Recht auf Anerkennung der Weiterbildung!
Nicht alle Angestellten genießen dasselbe Recht auf Weiterbildung wie ihre verbeamteten Kollegen/innen. Und wenn sie an Weiterbildungen teilnehmen, werden diese oftmals nicht anerkannt. Wir verlangen eine Verlängerung aller End-Grade der Angestellten in allen Laufbahnen, wo dies noch nicht der Fall ist (beispielweise bei den Lehrbeauftragten).
Recht auf gewählte Personalvertreter!
Wir fordern demokratisch gewählte Personalvertretungen für die Beamten und Angestellten beim Staat in den einzelnen Verwaltungen beim Staat. Im Privatsektor und bei den Gemeinden werden diese frei und demokratisch gewählt. Nicht so beim Staat, wo die mehrheitliche Gewerkschaft in Zusammenarbeit mit der Regierung, eine entsprechende Wahl bisher verweigert hat. Dies muss sich kurzfristig ändern damit jeder, auch beim Staat, das Recht auf ene demokratisch gewählte Personalvertretungen hat.
Recht auf Mitbestimmung!
Auch das Personal der öffentlichen Verwaltungen, auch die Angestellten beim Staat müssen dieselben Mitbestimmungsrechte erhalten wie die Beschäftigten im Privatsektor.
Außerdem setzen die Kandidatinnen und Kandidaten des Landesverbandes sich konsequent ein:
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Für den Ausbau der öffentlichen Dienstleistungen in öffentlicher Hand
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Gegen Personalmangel und für systematische Neueinstellungen
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Gegen Liberalisierung und Privatisierung öffentlicher Dienste
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Für die Absicherung der Einkommen und Pensionen
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Für den Erhalt der automatischen Indexbindung der Löhne, Gehälter,
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Renten, Pensionen und Sozialbezüge
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Gegen Sozialabbau
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Für eine kontinuierliche Gehälterpolitik auch für die Angestellten beim Staat
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Für eine Gehälterrevision, welche alle Diplome korrekt einstuft und
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jedem gleiche Aufstiegsmöglichkeiten schafft
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Für anständige Arbeitsbedingungen
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Für ordentliche Infrastrukturen und Arbeitsmaterial
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Für angepasste Aus- und Weiterbildung
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Für gewerkschaftliche Aktionseinheit – denn Alleinvertretungsansprüche schaden der Solidarität
- Wir waren nicht einverstanden mit der Umwandlung der Flughafenverwaltung in ein „établissement public“ und verlangten die Aufrechterhaltung einer modernisierten Flughafenverwaltung ein – und dies mit Erfolg!
- Wir wehren uns gegen die Umwandlung der Adem und des Staatslabo in ein „établissement public“ und fordern dort ebenfalls moderne öffentliche Verwaltungen.
- Wir wehren uns gegen die systematische Auslagerung öffentlicher Dienstleistungen an privatrechtliche Gesellschaften.
- Wir wehren uns gegen die Auslagerung von Postdiensten (Festnetz und Mobiltelefon) in eine anonyme Aktiengesellschaft.
- Wir wehren uns gegen Leiharbeit und die Schaffung von Billiglohnkategorien im öffentlichen Dienst, sowohl bei den Briefträgern, als auch in anderen öffentlichen Verwaltungen …
Aus diesen und weiteren Gründen: Wähle die Kandidatinnen und Kandidaten des FNCTTFEL-Landesverbandes.
Sie sind kompetent in der Sache, konsequent im Vorgehen und bauen auf die Unterstützung einer Gewerkschaft mit hundertjähriger Tradition, die auch heute genau weiß, worauf es ankommt…
Staatsangestellte sind keine Menschen zweiter Klasse! - Deshalb alle Stimmen auf Liste 3 – FNCTTFEL-Landesverband!





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