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Landesverband

Indexmanipulation inakzeptabel

Der Index ist ein wichtiges Instrument zum Erhalt der Kaufkraft.  Die automatische Indexanpassung der Gehälter und Löhne an die Lebenshaltungskosten besteht in Luxemburg seit 1921. Im Jahre 1975 wurde diese für alle Arbeitnehmer generalisiert.

Immer wieder war der Index in den letzten 30 Jahren Attacken ausgesetzt. Erinnert sei daran, dass in den 1980er Jahren die damalige schwarz-blaue Koalition sich erstmals am Index vergriff. Die Gewerkschaften antworteten mit Aktionen und Streikbewegungen. Die DP, Juniorpartner der CSV, flog 1984 aus der Regierung. Die neuen Koalitionäre CSV und LSAP führten das  bewährte System - mit Ausnahme der Gewährung der Vorschusstranche - wieder ein.

Dieselben Koalitionäre CSV und LSAP, die seit 1984 bis heute mit einer Unterbrechung zwischen 1999 und 2004 die Regierung bilden,   manipulierten zwischen 2006 und 2009 mehrmals den Index, was zu enormen Kaufkraftverlusten führte. Zudem wurden im Juni 2006 die Familienzulagen und die Erziehungspauschale desindexiert.

Gemäß dem Vorhaben der Regierung soll die Abgeordnetenkammer Ende Januar 2012 eine weitere Indexmanipulation verabschieden. 2012, 2013 und 2014 soll jährlich nur noch eine Indextranche - und zwar erst im Oktober  - ausbezahlt werden. Mit einer solchen Entscheidung würde sonder Zweifel die Kaufkraft der Haushalte weiter hypothekiert.
Es steht zu befürchten ist des Weiteren, dass diese neue Manipulation über das Jahre 2014  hinausgeht.

Die für die Jahre 2012, 2013 und 2014 errechneten Verluste bei den Löhnen, die zwischen 2000 und 6000 Euro brutto liegen, belaufen sich auf  600 bis 1800 Euro.

Auch möchten wir daran erinnern, obschon die automatische Indexpassung keine direkte reale Lohnerhöhung, dass mit diesem System der soziale Friede bei Kollektiv- und Gehälterverhandlungen bisher größtenteils bewahrt werden konnte.
Wir können auf keinen Fall damit einverstanden sein, dass der Index zu einer Teuerungszulage umgewandelt wird, über deren Gewährung ausschließlich die Politik entscheidet und die vom Patronat als realer Lohnzuwachs gesehen wird, um sich bei Kollektiv- und Gehälterverhandlungen den Forderungen der Gewerkschaften zu verschließen.

Der FNCTTFEL-Landesverband lehnt kategorisch diese weitere Indexmanipulation ab und hofft dabei auf die solidarische Unterstützung aller Abgeordneten.

(Mitgeteilt am 10. Januar 2012)

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