Tripartite - Landesverband ist für Aktionen bereit
Die Verbandsleitung des FNCTTFEL-Landesverbandes beschäftigte sich in ihrer Sitzung vom 30. März 2010 mit den Geschehnissen in der nationalen Tripartite sowie mit den Forderungen des Patronats zu einem massiven Sozialabbau.Die Verbandsleitung bekräftigte noch einmal, dass Austerität für Beschäftigte kein Ausweg aus der Krise sei. Energisch wird sich der Landesverband gegen den vom Patronat vorgeschlagenen Sozialabbau wehren.
Forderungen für Lohnreduzierungen bis zu 20%, keine Anpassung des Mindestlohnes an die Preisentwicklung, die Aussetzung der Indexanpassungen über zwei Jahre und die Forderung nach mehr Flexibilität der Arbeitnehmer, durch die Heraufsetzung der möglichen wöchentlichen Arbeitszeit auf 56 Stunden können nie die Zustimmung des Landesverbandes finden.
Auch die Forderung des Patronats, die Beschäftigten und die Pensionierten verstärkt und einseitig für die Gesundheitskosten zahlen zu lassen, kann nicht hingenommen werden.
Alle diese Forderungen bringen den sozialen Frieden in Gefahr und führen zu einer schnellen Verarmung der Lohnabhängigen und Pensionierten in Luxemburg.
Der Landesverband erinnert noch einmal an seine Forderung, dass der Indexmechanismus nicht angetastet werden darf. Alle Versuche für Lohnkürzungen sowie eine direkte oder indirekte Erhöhung des Pensionsalters lehnt der Landesverband konsequent ab. Er bekräftigt, dass dies auch der Fall sein wird, bei einer Kürzung der Anfangsgehälter im öffentlichen Sektor, eine Massnahme, die sicher auch einen negativen Impakt auf die gesamte Entwicklung der Laufbahnen nehmen würde.
Stattdessen fordert der Landesverband, dass die Verhandlungen für den anstehenden Gehältervertrag im öffentlichen Sektor schnellstens in einer grossen Tarifkommission mit allen in diesem Sektor vertretenen Gewerkschaften in Angriff genommen werden. Diese Verhandlungen dürfen keineswegs zu einer Nullrunde führen. Im Sinne einer kontinuierlichen Gehälterpolitik fordern wir für die nächsten zwei Jahre eine Aufbesserung von 2,5 Prozent pro Jahr, aufgeteilt in eine qualitative sowie in eine quantitative Masse.
Ebenso fordert der Landesverband, dass die seit über 20 Jahren anstehende Gehälterreform im öffentlichen Sektor mit allen im Sektor vertretenen Gewerkschaften verhandelt werden soll.
Die Verbandsleitung wird zum gegebenen Moment den Verbandsrat sowie einen ausserordentichen Kongress zusammen rufen, um die sich aufdrängenden gewerkschaftlichen Aktionen zu beschliessen, damit unser Sozialsystem erhalten und womöglich ausgebaut wird.
Der Landesverband bekundet seine Solidarität mit den in der Tripartite vertretenen Gewerkschaften und bekennt sich zu einer Einheitsfront aller Arbeitnehmer, um gegebenenfalls bis zum Äussersten gegen jedweden Sozialabbau zu kämpfen.
Wir sind keineswegs bereit, für die von uns nicht verschuldete Krise zu zahlen.




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