Zum schweren Unfall bei CFL cargo
Erneut kam es zu einem schweren Unfall bei CFL cargo. Nach etwas mehr als einem Jahr (damals auf Esch-Belval) war es diesmal in Differdingen wo es im Rangierdienst von CFL cargo zu einem Unfall mit einem Schwerverletzten kam. Erneut traf es einen Kollegen Rangierlokführer der im Gleisanschluss ARCELOR-Mittal Differdingen mit Rangierarbeiten beschäftigt war, äusserst hart. Wenngleich der junge Kollege ausser Lebensgefahr ist, bleibt die unerträgliche Realität, dass er in einer Notoperation an beiden Beinen amputiert werden musste. Unsere Gedanken sind bei dem Schwerverletzten und seiner Familie.
Ersten Erkenntnissen zufolge, handelte der Betroffene regelkonform. Heisst, er hat im Prinzip das Sicherheitsreglement befolgt. Dass dieser schreckliche Unfall dennoch passieren konnte, wirft eine ganze Reihe von Fragen auf. Wieso gelten für den Bereich Bahnanschlüsse ARCELOR-Mittal, welche seit geraumer Zeit zum Fond du rail gehören, andere Sicherheitsregeln als für das „réseau primaire“? Spätestens seit dem Unfall der sich im Dezember 2007 in Esch-Belval zutrug, hätten die Verantwortlichen reagieren müssen. Ein solch schwerer Unfall geschieht fast immer durch einen Verkettung von Ereignissen. Im vorliegenden Fall technischer Natur.
- Wenngleich innerhalb der luxemburgischen Stahlwerke seit Jahrzehnten im Rangierdienst mit fernbedienten Loks gearbeitet wird, bleibt das Risiko des Alleinarbeitens unkalkulierbar.
- Der notwendige „Alleinarbeiterschutz“, eine technische Installation zur Alarmauslösung, existiert bis heute nicht.
- Es ist bekannt, dass die Netzabdeckung für den Sprechfunk nicht 100ig ist.
- Die Aus- und Weiterbildung sowie die Begleitung, vor allem jüngerer Kollegen, lässt mehr als zu wünschen übrig.
CFL cargo hat versprochen die Probleme anzupacken. Das muss allerdings konsequent gemacht werden. Die Pressemitteilung die die Verantwortlichen von CFL cargo heraus gegeben haben trägt dazu garantiert nicht bei. Das bei der „klassischen“ Eisenbahn gültige Regelwerk muss 1 zu 1 auf dem gesamten, zum Fond du rail gehörigen, Streckennetz gelten. Wenn der Grundsatz „Sicherheit hat für CFL cargo oberste Priorität“ keine hohle Phrase bleiben soll, muss etwas passieren, und zwar schnellstens. Es ist genug Leid passiert.
Die VErbandsleitung.





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