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Sektor Eisenbahnen

Fahrplanverbesserungen werden Personalnotstand verschärfen

Der neue CFL-Fahrplan, welcher am kommenden 14. Dezember in Kraft treten wird, beinhaltet begrüßenswerte Verbesserungen im öffentlichen Personenverkehr. So wird u.a. ein Stundentakt zwischen Luxemburg und Diekirch eingeführt.

Die notwendigen Fahrplanänderungen können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Augenblick die personellen Voraussetzungen für diese Verbesserungen nicht gegeben sind. Mit der Umsetzung des neuen Fahrplanangebotes wird sich die schon sehr angespannte Personalsituation beim Lok- und Zugbegleitpersonal weiter verschlimmern.

Die Eisenbahner/innen sind tagtäglich bestrebt eine qualitativ hochwertige Dienstleistung anzubieten. Leider ist dies im Augenblick, wegen Personalmangel, nicht immer möglich. Für etwaige Zugausfälle möchte sich das Personal im Voraus bei den Bahnbenutzern entschuldigen.

Der aktuelle Mangel an Lokführern und Zugbegleitern resultiert aus einem vor einigen Jahren dekretierten Einstellungsstopp und aus falschen Personalstandsberechnungen. Ein vor 2 Jahren von der Generaldirektion vorgegebener Überschuss von 30 Lokführern hat sich innerhalb von 2 Monaten in einen Mangel von 30 Lokführern umgewandelt. Die für den Einstellungsstopp verantwortlichen Politiker sind zum Teil abgewählt worden. Die Rechenkünstler aus der CFL-Chefetage sitzen noch immer auf ihren Posten. Die Eisenbahner/innen sind der Meinung, dass auch diese Leute zur Rechenschaft gezogen werden müssen.

Als Landesverband bestehen wir darauf, dass kurzfristige und längerfristige personelle Massnahmen getroffen werden um eine sichere und qualitativ hochwertige Eisenbahntransport zu gewährleisten.  In diesem Sinne muss die Rückführung von Lokführern von der CFL-Cargo zu den CFL beschleunigt und an verbindliche Daten geknüpft werden. Außerdem muss eine Einstellungs- und Ausbildungsoffensive für sämtliche Eisenbahnberufe eingeleitet werden. Es ist schier unerträglich wenn einerseits junge Menschen vergeblich Arbeit suchen und gleichzeitig im öffentlichen Eisenbahnbetrieb unzählige Überstunden geleistet werden müssen, damit der Betrieb nicht zusammenbricht.

[Mitgeteilt am 12. Dezember 2008]

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